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Ankündigung von "The Witcher 3: Wild Hunt"


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Lange hatten wir darauf gewartet, doch nun ließ CDPR am 5. Februar 2013 endlich die sprichwörtliche Katze aus dem Sack und kündigte „The Witcher 3: Wild Hunt“ an, den RPG-Nachfolger von „The Witcher 2: Assassins of Kings“, der von allen Witcher-Begeisterten schon seit dem Abspann der Enhanced Edition des zweiten Teiles sehnsüchtig erwartet wurde.
Schon im Vorfeld hatte CDPR Gerüchte gestreut, dass die Spielwelt überrascht sein und sie etwas Großes erwarten würde. Die Spekulationen schossen daraufhin natürlich ins Kraut. Einerseits glaubte man, die Ankündigung hätte etwas mit einem neuen RPG in einer Dark-Fantasy-Welt zu tun, die CDPR neben The Witcher kreieren wollte. Andererseits tippten nicht wenige auf ein Addon zum zweiten Witcher-Teil, nachdem das REDkit Modding Tool nach langer Wartezeit nun in den Startlöchern steht und unsere polnischen Freunde bereits mit Cyberpunk 2077, basierend auf dem Pen & Paper Rollenspiel von Mike Pondsmith (siehe dazu auch: http://www.worldofcyberpunk.de/), einen weiteren aussichtsreichen AAA-Titel mit viel Potenzial enthüllt hatten. Wohin der Hase schließlich läuft, wurde allen Zweiflern spätestens klar, als CDPR am 15. Januar ein Bild postete, auf dem ein Schwertknauf mit drei Wolfsköpfen zu sehen war. Ein überraschend unsubtiler Hinweis.

Seit dem 5. Februar schlugen so viele Neuigkeiten zum Spiel über die Spieler herein, dass es zum Teil schwer fiel, den Überblick zu behalten. Wir versuchen es an dieser Stelle trotzdem.
Zunächst einmal ein kleiner Wermutstropfen für alle Geralt-Fans: Der dritte Teil der Witcher-Reihe wird zugleich auch der letzte sein, der den Hexer Geralt von Riva zum Hauptprotagonisten hat: „The Witcher 3: Wild Hunt“ wird definitiv der krönende Abschluss der Witcher-Trilogie. Die Entwickler versprechen uns jedoch viele Überraschungen, eine Menge unerwarteter Story-Twists und einen Schluss, der die Fans zufrieden stellen und zudem keine Fragen mehr offen lassen soll, die noch aus den vorherigen Teilen unbeantwortet geblieben waren.

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Ähnliche Aussagen werden den unzähligen Mass Effect-Spielern in Bezug auf den letzten Teil ihrer Trilogie noch in den Ohren klingen, doch zu unserem Glück ist die Politik von CDPR nicht mit der von Bioware vergleichbar, da die Kunden und Fans des Hexers ganz genau wissen, was sie an der polnischen Schmiedespiele haben:
„Wir werden vermutlich gefragt, ob dies wirklich der letzte Witcher-Titel wird. Ja, aus unserer Sicht ist es das „epische Finale“ der Abenteuer des legendären Monsterjägers Geralt und das letzte Spiel der Reihe. Außerdem wird es das faszinierendste Spiel, das wir je gemacht haben. Für alle, die Geralt von Rivas Abenteuer noch nicht kennen, ist dies die letzte Chance. Das Spiel wird einem größeren Publikum zugänglich sein, da es auf allen großen Highend-Plattformen verfügbar sein und Neulingen in der Hexerwelt mit einer Einführung einen glatten Einstieg ermöglichen wird“, erzählte Studioleiter Adam Badowski von CDPR.

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Ähnlich wie Bioware, die bereits einen vierten Teil von Mass Effect planen und dazu ausgiebig – allerdings zu spät – auf die Vorschläge und Meinungen der Spieler eingehen wollen, wird auch das dritte Abenteuer des Hexers nicht das letzte im Witcher-Universum sein. Weitere Teile können durchaus folgen, nur dann eben ohne Geralt von Riva – wie Mass Effect 4 ohne John Shepard. Eine vernünftige Entscheidung, denn die Welt, die sich der polnische Autor Andrzej Sapkowski im Laufe der Jahre erdacht hatte, birgt noch unendlich viel Potenzial und eine Menge Geschichten, die es zu erzählen lohnt. Vielleicht gibt es dann ja einen Helden oder eine Heldin, die man vollkommen frei gestalten kann. So würde man zugleich den Kritikern entgegen kommen können, die die Witcher-Spielreihe aufgrund des festgelegten Charakters des Protagonisten Geralt bemängelt hatten. Das ist jedoch alles noch Zukunftsmusik.
Zum ersten Mal in der Geschichte von CDPR baut man im letzten Teil der Hexer-Trilogie auf ein Open-World-Szenario. Das Studio weiß natürlich, dass die Verbindung einer »Open World« mit einer fesselnden, starken Hauptstory eine massive Herausforderung ist, die alles andere als leicht zu nennen ist. CDPR wählt jedoch diesen Weg ganz bewusst und ist davon überzeugt, dieser Herausforderung auch gewachsen zu sein. Studioleiter Adam Badowski erklärte dazu:
„Die packende nichtlineare Geschichte von ‚The Witcher 3: Wilde Jagd‘ ereignet sich in einer vielfältigen, wirklich offenen Umgebung – einer Welt, die spannend zu erkunden ist und voller Abenteuer, Missionen, denkwürdiger Charaktere und einzigartiger Monster steckt. So können die Spieler frei durch Wälder reisen, über Berge und Seen ziehen und Städte und Dörfer mit charakteristischer Bevölkerung und eigenen Bräuchen, Legenden und Problemen kennenlernen. The Witcher 3 ereignet sich in einer Welt, die 30-mal so groß ist wie das Gesamtgebiet in The Witcher 2“ und führte weiter aus: „Man stelle sich vor, ein düsteres Fantasyspiel mit der gleichen tollen nichtlinearen Geschichte wie in den vorigen Witcher-Titeln zu spielen – doch diesmal in einer Welt, die man frei erkunden kann. Es gibt keine künstlichen Grenzen, und an jeden Ort kann man auch zurückkehren. Die Welt ist so groß, dass es schon eines Pferdes oder Bootes bedarf, um entferntere Orte zu erreichen. Und natürlich haben die eigenen Entscheidungen in dieser Welt epische Konsequenzen. Dieses Ziel war für die Entwicklerseite eine enorme Herausforderung. Unser Team musste einschneidende Änderungen im Design vornehmen, und unsere Technik musste angepasst werden. Doch wir meinen, dass dies zu einem neuen Level von Nichtlinearität und einem ganz anderen, viel umfassenderen Spielerlebnis führt. Als Spieler würden wir genau diese Art RPG vorziehen, und wir glauben, dass tatsächlich viele Spieler darauf warten. Unser Traum wird wahr – vielleicht ist es ja auch eurer.“
So erwarten den Spieler neben Landstrichen, die der heraufziehende Krieg der Nilfgaarder zerstört hinterlassen hat, unheimliche nebelverhangene Gewässer, stürmische Inseln, verwüstete Wälder und weitläufige Dark-Fantasy-Städte, die man wie oben bereits angekündigt frei begehen kann. Um von einem Ende der Karte zum anderen zu kommen, soll es zu Pferd zwischen dreißig und vierzig Minuten dauern, zu Fuß dementsprechend länger. Besonders erfreulich: Es soll zudem zu keiner Unterbrechungen durch Ladebildschirme kommen, sodass man die offen erkundbare Welt in einem Stück genießen kann.
Viele Spieler, die sich durch unsichtbare Grenzen im zweiten Teil oder die berühmten unüberwindbaren Zäune in The Witcher im Spielfluss gestört fühlten, können ebenso aufatmen, da es sie nicht mehr geben wird.

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Kommen wir zu Geralt.
Wir erinnern uns: Nachdem er in Loc Muinne dem Kongress der Zauberer beigewohnt und herausgefunden hatte, dass Sheala de Tancarville, Mitbegründerin der Loge der Zauberinnen, für den Tod König Foltests verantwortlich war, um der Loge mehr Einfluss auf die Politik zu verschaffen, stellte er sich zunächst dem Kampf mit Saskia, dem Drachen, an dessem Ende man entscheiden konnte, ob man sie leben ließ oder tötete. Eine ähnliche Entscheidung erwartete uns schließlich auch in den Ruinen von Loc Muinne. Dort begegneten wir endlich dem Hexer Letho, dem Königsmörder. Auch hier konnten wir wählen: Sollen wir Letho, der uns glaubwürdig versicherte, dass die beiden eigentlich keine Feinde, sondern nur Werkzeuge im politischen Ränkespiel der Könige und Zauberinnen waren, unbehelligt nach Süden ziehen lassen oder versenken wir unser Stahlschwert in den massigen Körper des Schlangenschulen-Hexers?
Wie der Spieler auch entschied: Geralt verließ die Ruinenstadt. Sein Gedächtnis kehrte allmählich zurück und er erinnerte sich an Yennefer und die Ereignisse, die ihnen beiden zugestoßen waren. Lethos Erläuterungen zu Yennefers Schicksal lassen nur ein Reiseziel wahrscheinlich werden: Nach Nilfgaard, um seine geliebte Zauberin aus den Fängen des Kaisers und seines Geheimdienstes zu befreien.
Der Hexer Geralt, dem wir nun im dritten Teil wieder begegnen, hat sich allerdings verändert. Auf einem Bild von CDPR sehen wir Geralt zum ersten Mal mit einem Bart, der zunächst ungewöhnlich wirkt, doch wohl im direkten Zusammenhang mit Geralts Innenleben steht. Der Hexer kämpft im letzten Teil nicht für eine Fraktion gleich welcher Couleur, sondern einzig und alleine für sich. Der Held, dessen Erinnerungen immer mehr zurückkehren, scheint erschöpft und ist der vielen Kämpfe überdrüssig. Er sehnt sich nach Frieden, nicht nur für sich, sondern vor allem für seine Freunde und engsten Weggefährten.
Damit wird der Kritik vieler Spieler Rechnung getragen, die mit den Königsmördern, politischen Intrigen und dem Schicksal des Landes in The Witcher 2 nicht viel anfangen konnten. Deshalb beschäftigt sich die Handlung von The Witcher 3 in erster Linie mit der persönlichen Geschichte von Geralt, seinen Gefährten und diejenigen, die er liebt.
Yennifer und Ciri, die auf einem Artwork neben Geralt zu entdecken war - in diesem Zusammenhang wurde Triss Merigold bereits als feststehender und wiederkehrender Charakter für The Witcher 3 bestätigt. Wir dürfen gespannt sein, ob uns die übrigen Freunde und Verbündeten, je nach unseren getroffenen Entscheidungen in den vorherigen Teilen, auch wieder begegnen werden: Der Barde Rittersporn, Zoltan Chivay, Vernon Roche oder Iorweth, möglicherweise sogar Shani oder Siegfried von Denesle. Besonders die Heilerin des ersten Teils blieb vielen Spielern positiv im Gedächtnis. Es wäre interessant anzusehen, wie sich Geralt zwischen drei Frauen hin- und her windet und sich letztlich entscheiden muss.
Eine unbekannte und mysteriöse Bedrohung für die gesamte Menschheit, auf die CDPR aus verständlichen Gründen nicht näher eingeht, soll es Geralt zudem schwer machen, seinem eingeschlagenen Weg zu folgen. Es wird in diesem Zusammenhang auch von Geralts Nemesis gesprochen. Laut griechischer Mythologie war Nemesis die Göttin des „gerechten Zorns“ sowie diejenige, die „herzlos Liebende“ bestrafte. Sie wurde dadurch auch zu einer Rachegottheit. Ein durchaus interessantes Detail, wenn man die Beziehung Geralt/Triss und Geralt/Yennefer und ihre wahrscheinlich weitreichenden Folgen bedenkt. Dazu kommt die Auflösung zur namensgebenden Wild Hunt, der Wilden Jagd, in dessen Fängen sich Yennefer und Geralt dereinst befunden hatten. Ob die Wilde Jagd und deren charismatischer Anführer Eredin Bréacc Glas, ein Erlenelf, jedoch die besagte Nemesis sind oder ein momentan unbekannter Gegner, ist noch nicht vorauszusehen.

Ganz aus den politischen Spielchen der Länder Temeriens wird sich Geralt wohl nicht heraushalten können, doch das Hauptaugenmerk liegt auf Geralts persönlicher Geschichte, die zu einem endgültigen Abschluss kommen wird. Auf die eine oder andere Art und Weise.
CDPR hat sich nach eigener Aussage die Kritik und das Feedback der Spieler sehr zu Herzen genommen und deshalb so viel wie möglich davon in die Gestaltung und Entwicklung von The Witcher 3: Wild Hunt einfließen lassen.

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Anscheinend bot vielen Spielern der zweite Teil der Saga zu wenig Nebenquests. Dies soll sich nun im dritten Teil ändern. Im Gespräch sind über 100 Stunden handgeschriebene Quests, die wohl gleichermaßen Haupt- und Nebenquests betreffen werden. Natürlich hat auch jede Entscheidung, die man im Verlauf des Spiels trifft, wieder Konsequenzen, die nicht immer sogleich ersichtlich sind.
Ein neues Spielelement soll die sogenannte Monsterjagd-Funktion sein. Es reicht nicht mehr aus - wie im ersten und zweiten Teil - das entsprechende Schwert auszupacken und auf die Monster drauflos zu dreschen, bis sie ausweidfertig vor uns auf dem Boden liegen. Die Jagd erfordert nun mehr Raffinesse, gilt es doch die Monster in mühseliger Detektivarbeit zu beobachten, die eines Raimund Maarloeve würdig wäre, um deren Schwächen und Stärken zu erkennen und den Kampf daraufhin abzustimmen zu können. So machen auch die bekannten Hexersinne und seine überlegenen Kampffertigkeiten, mit denen Geralt in der düsteren Fantasywelt von Andrzej Sapkowski sein Überleben sichert, auch wieder mehr Sinn. Die auf diese Weise gewonnenen Erkenntnisse und Zutaten sollen zur Herstellung neuer Gegenstände beitragen, womit sich Crafting also wieder lohnt.

The Witcher 2: Assassins of Kings war ein gutes Spiel, doch besonders der dritte Akt wirkte unfertig und kurz, was teilweise zu massiven Abwertungen in diversen Spielmagazinen führte und die durchaus verdiente Wertung von 90% oder mehr verhinderte. Deshalb versprechen die Jungs von CDPR, dass The Witcher 3 wesentlich umfangreicher werden soll als der Vorgänger es war.
The Witcher 3 soll ein umfassendes Tutorial bieten, um diejenigen Spieler zufrieden zu stellen, die sich über eine aus ihrer Sicht mangelhafte Einführung in die Spielmechaniken beklagt hatten. Zu wenig sei damals am Anfang erklärt worden. Das neue Tutorial wird sich dabei nahtlos in die Handlung einfügen und auf keinen Fall aufgesetzt wirken.
Das Kampfsystem bekommt eine Generalüberholung spendiert. Ein neues Animationssystem sorgt dafür, dass Gefechte nun deutlich direkter ablaufen und sich Angriffe besser anfühlen und auch direkter steuern lassen. Die Kämpfe und Bewegungen werden nun flüssiger animiert. Probleme mit dem Anvisieren der Feinde und dem richtigen Timing von Schlägen, die es im zweiten Teil gab, werden für den dritten Teil behoben. Außerdem soll eine verbesserte Kameraführung auch dafür sorgen, dass Geralt auf gegnerische Attacken von hinten angemessen reagieren kann.
Besonders erfreulich ist die Nachricht für die Witcher-Fans, dass es im abschließenden Teil der Trilogie von Anfang an kein Level-Scaling geben wird. Dieses Feature bzw. Ärgernis sorgte dafür, dass Gegner im Laufe des Spieles mitlevelten, also sich der Stärke des Hexers anpassten. Manche erinnern sich bestimmt an Oblivion, wo dies bereits ein Spielspaßkiller war.
Director Konrad Tomaszkiewicz zieht hier zum Vergleich die Gothic-Reihe heran. Wer also gegen einen bestimmten Gegner in der Spielwelt nicht ankommt, sollte stärker werden und später wiederkommen, um das zu ändern.
Was allerdings für Geralts Gegner gilt, muss auch für Geralt gelten. Im dritten Akt von The Witcher 2 wurde kritisiert, dass Geralt viel zu stark war und kaum noch Herausforderungen zu bestehen hatte. Dies soll auch im kommenden Teil behoben werden. Wie? Dazu schweigt CDPR noch. Bekannt ist jedoch, dass es wieder eine hohe Entscheidungsfreiheit geben wird, die zu drei vollkommen unterschiedlichen Enden führen sollen, die sich in mehr als nur einigen Details wie im Vorgänger voneinander unterscheiden werden. Solange es bei den drei Enden nicht ähnlich verläuft wie bei Mass Effect 3, werden wir das Fehlen einer höheren Anzahl an Epilogen leicht verschmerzen können.

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Natürlich wieder mit an Bord sind die optionalen Minispiele wie Würfelpoker, Armdrücken und Faustkampf. Die verbesserte Kameraführung sorgt hoffentlich dafür, den Würfelpoker übersichtlicher zu gestalten; und gegen eine Entschärfung des Armdrückens, die manche Spieler – darunter mich – an mancher Stelle zur Verzweiflung trieben, wäre auch nichts einzuwenden. Ob die Quick Time Events beim Faustkampf bleiben, muss abgewartet werden, denn eigentlich soll es diese QTEs im letzten Teil nicht mehr geben. Vielleicht löst CDPR dieses Problem ja auch auf eine Weise, die uns überraschen wird.

Über die genaue Handlung von The Witcher 3: Wild Hunt ist noch nicht viel bekannt. Nur so viel, nämlich dass die fortwährende Invasion durch das Königreich von Nilfgaard eine wichtige Rolle spielt, die ja bereits am Ende des Vorgängers seine Schatten vorauswarf. Geralt und seine Gefährten werden durch etliche Provinzen reisen, von denen jedes erkundbare Land seine eigene Geschichte haben wird. Zu jeder Provinz in der Spielwelt (Skellige, Novigrad, und No Man's Land) wiederum soll es jeweils eine spezielle Invasions-Questlinie geben, die die Spielwelt verändert. Wie diese aussehen und welche Rolle Geralt darin spielen wird, ist noch nicht klar. Laut Aussage der Entwickler kann man der Haupthandlung folgen, ohne etwas zu verpassen, was wahrscheinlich auf den gespaltenen zweiten Akt in Assassins of Kings anspielt, den man entweder an der Seite von Vernon Roche oder an der des Elfenanführers Iorweth erleben konnte.

Wie von The Witcher gewohnt wird es auch im Finale verschiedene Storyzweige geben, die auf verschlungenen Pfaden letztlich ineinander führen. Wer keine Lust hat, die Welt des Hexers auf Schusters Rappen zu erkunden, kann auch die optionale Schnellreise nutzen, um rasch von Handlungspunkt A nach B zu kommen. Alle anderen haben die Möglichkeit, die Länder und Provinzen per Boot oder auf dem Rücken eines Pferdes zu durchqueren. Endlich werden wir wohl Geralts treueste Gefährtin doch noch kennenlernen: Plötze, die braune Stute des Hexers, ein Feature, auf das viele Fans schon seit dem ersten Teil der Trilogie sehnsüchtig gewartet haben.
In diesem Zusammenhang sei noch der berittene Kampf hoch zu Ross erwähnt, der von CDPR zurzeit getestet wird. Ob er es allerdings letztendlich auch in das Spiel schaffen wird, kann im Moment vonseiten der Entwickler nicht versprochen werden.

Die Arbeiten an The Witcher 3: Wild Hunt laufen bereits seit dem Abschluss derselben von The Witcher 2: Assassins of Kings. Dafür wurden doppelt so viele Mitarbeiter eingesetzt wie für Assassins of Kings. Erscheinen soll das Spiel bereits 2014 auf allen Highend-Plattformen, die zu diesem Zeitpunkt existieren, wobei die Entwickler von CDPR weiterhin den PC als Lead-Plattform ansehen; ein wahrer Trost für Spieler in Zeiten von lieblos hingeklatschten Konsolenports und wochenlangen Verschiebungen von PC-Releases zugunsten von Playstation, Xbox und anderen Vertretern.
Basieren wird das Spiel auf derselben Grundlage wie auch Cyberpunk 2077: Der REDengine 3, eine erweiterte Version der schon erfolgreichen, selbst entwickelten REDengine, die bereits bei Assassins of Kings für eine grafische Pracht und Darstellung einer Fantasywelt sorgte, die wahrlich ihresgleichen suchte.

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Selbstverständlich kann zum jetzigen Zeitpunkt über viele Dinge das Spiel betreffend nur spekuliert werden. Sicher ist hingegen, so weit wage ich mich jetzt schon aus dem Fenster, dass auch der dritte Teil der Saga ein großer Erfolg werden wird. Eine atemberaubende und zugleich robuste Welt erwartet uns, die sich wie die Vorgänger an ein erwachsenes Publikum wendet: Dreckig, sexuell, gewalttätig und hoffentlich wieder ab 16 Jahren freigegeben.
Wer vollkommen in eine düstere Fantasywelt abtauchen und Missionen erfüllen will, die ihn fordern, wer gegen gute Bezahlung gefährliche Monster zur Strecke bringen möchte, eine offene Welt voller Gefahren frei erkunden will, dem bleibt nichts anderes übrig, als 2014 zu The Witcher 3: Wild Hunt zu greifen.
Außerdem lohnt es sich jetzt gerade, auch die Vorgänger zu kaufen, denn anlässlich der Ankündigung senkten www.gog.com und die Steam-Plattform die Preise. So kostet The Witcher: Enhanced Edition Director's Cut nur noch 7,99 € und The Witcher 2: Assassins of Kings Enhanced Edition 19,99 €. Auch die Besitzer einer Xbox 360 können sich freuen: Hier wurde der Preis dauerhaft auf 29,99 € herabgesetzt.

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Nun bleibt uns nur noch abzuwarten, was die folgenden Monate für Neuigkeiten bringen werden. Auf neue Informationen werden wir sicherlich nicht lange zu warten brauchen. Hoffentlich beantworten sie uns auch mehr, als wir es in diesem Artikel tun konnten:
Wann genau wird das Spiel erscheinen?
Wird es wieder eine Collector's Edition geben und welche Goodies wird sie uns bieten?
Und noch unzählige weitere unbeantwortete Fragen...
Was tun bis dahin?
Ich werde gemütlich abwarten und noch einmal Geralts erstes Abenteuer aus dem Regal holen. Wer weiß, wie lang ich ihn noch in die düstere Welt von Zauberinnen, Verschwörern, Königen und unbarmherzigen Monstern, von Liebe, Leid und wahrer Freundschaft begleiten darf. Jede Minute mit ihm ist kostbar...

(Dan)


Witchers Journal, Jg. 1, Nr. 1 vom 01.07.2013, S. 4-9


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