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News rund um CDPR seit der letzten Ausgabe

CDPR meldeten sich pünktlich zu unserem vorletzten Redaktionsschluss am 31.05.12 zu Wort, und kündigten auf ihrer Sommerkonferenz zwei neue Spieltitel an. Wie sich die meisten bereits denken konnten, handelte es sich bei einem davon um Cyberpunk. Über den zweiten Titel kann nur spekuliert werden, doch die Vermutung tendiert in Richtung The Wichter 3. Was Informationen über diesen Titel betreffen, da halten CDPR ohnehin sehr stark einen Deckel darauf.

Ganz anders verhält es sich da bei Informationen über den bereits bekannten Vorgänger The Witcher 2, auf welchen immer wieder gerne eingegangen wird. So auch in einem Video vom 10.06.12, in dem berichtet wurde, wie es sich bei modernen RPGs bei den einzelnen Entscheidungen und Konsequenzen verhält. Einen wesentlich eindrucksvolleren Eindruck von diesen konnte uns CDPR ja bereits im Jahre 2007 durch The Witcher 1 liefern. Darin zu sehen, wie ganze Spielabläufe von dem jeweiligen Handlungsgang des Spielers abhängig sind. Im angesprochenen Video wurden einzelne Szenenwechseln in Flotsam als Exempel genommen, da sich von einem Straßenfest bis hin zur Revolte, Straßen in Loc Muinne, gepflastert von Leichen, alles auf den Kopf stellen kann. Abhängig von den Entscheidungen des Hexers.

Auf der E3 am 12.06.12 gab es weitere Informationen über Cyberpunk und den nächsten Schritten in Richtung des Kopierschutzes. Cyberpunk soll dabei die gleichen Stärken wie bei The Witcher 1 und 2 bieten können, das heißt, eine komplexe Story und ein Spielsytem „für Erwachsene“. Dabei wird sich nicht in allen Fällen an die Vorlage des Pen&Paper-Spieles gehalten. Ein Kopierschutz wird nicht enthalten sein, da man den Benutzungen von Raubkopien auf diese Art entgegenwirken möchte, indem man auf gute Qualität bei Spielen setzen möchte. In welchem Zusammenhang dies steht, wird wohl Marcin Iwinskys– von dem die Aussage kam – Geheimnis bleiben. Wir von der Redaktion fassen diese Aussage einmal völlig neutral auf.

Weg von der virtuellen Spielwelt, kommen wir auf die Nachrichten vom 14.06.2012. In einer Sendung auf Deutschlandradio Kultur wurde der kürzlich erschienene Kurzgeschichtenband von
Andrzej Sapkowski „Etwas endet, etwas beginnt“ angesprochen. Die Kritik fiel insgesamt sehr gut aus, was hinsichtlich dieses meisterhaften Künstlers nur wenig überrascht. Übrigens wurde das Machwerk von Gregor Ziolkowski getestet, der für Hörer dieser Radiosendung vielleicht ein Begriff ist.

„... sehen wir keinen Grund, weshalb RPGs schlechter aussehen sollten als Shooter. Tatsächlich sollten sie sogar besser aussehen. Die Story ist immer der Kernpunkt, weil es das ist was dich weiterhin spielen lässt, doch dieser Tage - und ganz besonders in der nächsten Generation, wenn die neuen Konsolen da sind, wenn die neuen HD-Fernseher da sind - wirst du auch Spektakuläres auf der graphischen Seite haben wollen, und genau das wollen wir ebenfalls liefern.“
Worte von Marcin Inwinski gegenüber Gamesbeat, die dem RPGler wie wahres Gold erscheinen sollten. Diese entsprangen einem Interview vom 15.06.2012 auf der E3 in Los Angeles/California. Die Marschrichtung sollte damit klar sein.

Am 20.06.2012 gab es ein Interview von Gamasutra mit Adam Badowski, Marcin Iwinsky und Michal Platkow- Gilewsky. Nachdem The Witcher 2 fertiggestellt wurde, war ihnen aufgefallen, dass die Story nicht zugänglich genug ausgefallen sei. Spieler seien wegen der komplexen Welt überfordert, werden in eine Geschichte eiskalt hineingeworfen. Ein Fehler, der sich künftig nicht mehr wiederholen wird, so Iwinsky. Für The Witcher 3 und auch Cyberpunk gelten eben diese Kriterien, und werden sich in den kommenden Arbeitsschritten widerspiegeln. Gerade bei Cyberpunk soll die Lernkurve verbessert und die Hauptgeschichte fokussierter werden. Ebenso soll die Komplexität des Spieles eher nachträglich für die Spieler, die danach suchen, aufzufinden sein; so die Informationen von Platkow- Gilewsky. Damit erhofft man sich ein breiteres Publikum anzusprechen, optionale Quests sind dabei ein Stichwort. Der Spieler entscheidet über die Tiefe. Man darf also weiterhin gespannt sein.

22.06.2012 wurden CDPR- Records mit The Witcher 2 für European Games Award 2012 in folgenden Kategorien nominiert:

- Best European Action Game
- Best European Art Direction
- Best European Character Design
- Best European Community
- Best European Console Game
- Best European Game
- Best European Game Design
- Best European Gameworld
- Best European Special Edition

Auf der offiziellen Website kann bis Mitte August für das Spiel abgestimmt werden.

Etwa um diese Zeit gab es für die Fans auf GOG.com einige neue Goodies für beide Witcherspiele. Die Seite stellt für registrierte Kopien weitere neue gebührenfreie Goodies zum Downloaden bereit.
Unter anderem sind dabei:

- eine neue Version des Artbooks aus The Witcher 2 in verbesserter Auflösung zum Drucken
- sieben neue "Behind the Scenes"-Videos von The Witcher
- 14 Interviews mit den Machern von The Witcher
- ein Promo Metal Musikvideo zu The Witcher

Wie üblich sind diese über einen kostenfreien Account zu erhalten.

Die Seite buffed.de berichtete, dass die beiden Witcherspiele plattformübergreifend über 4 Millionen mal verkauft wurden. Vermutlich mit aufsteigender Tendenz, denn im August ist das Erscheinen einer Xbox- Version für den japanischen Markt geplant, was wohl auf weitere Zahlen hoffen lässt. Ebenfalls ist eine Version der The Witcher 2 Enhanced Edition für den Mac vorgesehen.
Doch wenig kapitalistisch äußern sich CDPR über den Trend, für DLCs zu zahlen. Im Gegenteil, sie sprachen sich gegen derartige Konzepte aus, betitelten es als eine Ausbeute des Kunden und erklärten solche Arten von Geldmache als rückläufig.

Viel Erhofftes gab es in den Neuigkeiten der letzten Wochen und Monate nicht zu finden, im Gegenteil, einige Fragen bleiben für die meisten Fans noch immer aus. Nämlich die zahlreichen Fragen nach The Witcher 3. So fanfreundlich CDPR erscheinen, so lassen sie mit dieser Art von „Salamischeiben-Informationen“ die Fangemeinde gnadenlos im Dunkel stehen. Schlimmer, wir wagen unserem letzten Satz selbst zu widersprechen, und degradieren diese Vorgehensweise vom Salamikonzept zur Aushungerung. Keine Informationen, was uns für The Witcher 3 erwartet, wenn man von einer kurzen Ansprache im Interview auf der E3 in L.A. einmal absieht. Und diese stand doch mehr im Zusammenhang allgemeiner Spieleentwicklung.
Lasst uns nicht hängen, Jungs und Mädels! Wir brennen darauf, jeden Brotkrumen an Neuigkeiten über den so ersehnten Titel präsentiert zu bekommen. Natürlich freuen wir uns ebenfalls auf Cyberpunk, doch bitte, bitte mit viel Zucker darauf: Zeigt einmal, was ihr über TW3 bereits so auf der Pfanne habt. Die Fans wollen einmal riechen, was ihr für sie am kochen seid.


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