Gamescom 2012




Die Sicht einer Journalistin auf den Spuren
der heiligen Gamer-Hallen





Dieses Jahr präsentieren wir einen Bericht aus den Augen der Journalisten, wie reisen sie an, wie ist ihre Sicht der Gamescom davor, währenddessen und der Tag danach.
Nach 2 Jahren schlechten DB Anreisen aus Hamburg - durch Zugausfall des ICE, welcher durch einen IC oder RE ersetzt wurde und die Fahrzeit erheblich verlängert wurde - begebe ich mich dieses Jahr in die Hände der Lufthansa. Zum einen ist die Anreise wirklich um einiges entspannter und die Fahrzeit bzw. jetzt ja Flugzeit um das Vielfache kürzer.
Schon im Flugzeug ist die Gamescom zu erkennen, als die Crew von Warner Brothers mit an Bord kommt.
Kaum auf dem Flughafen angekommen, ist deutlich zu erkennen, dass die Gamescom anfängt. Litfaßsäulen und elektrische Plakatwände bestückt mit Werbung von der Gamescom selber und natürlich den neu angesagten Spielen, zieren die Umgebung im und rund um den Flughafen. Der Weg zum Hotel wird ebenfalls gänzlich von den Bildern der Gamescom begleitet. Nachdem ich mich im Hotel eingerichtet habe, beginnt auch schon die Planung der künftigen Tage, sowie der Beginn des ersten Artikels.
Mittwochmorgen geht es früh zur Gamescom, die kritischen Augen gerichtet auf die Anzahl der Presse und Fachbesucher. War es doch im letzten Jahr schon am inoffiziellen Tag sehr gefüllt, was das antesten von verschiedenen Spielen erschwerte, da an manch einem Stand schon eine Wartezeit von 6 Stunden zu erwarten war. Die Rolltreppe zu den Hallen 6,7,8,9 und dem Pressezentrum Nord verschafft mir einen Überblick auf den Boulevard. Schnell und deutlich ist zu erkennen, dass der Tag einen entspannten Weg durch die nicht so viele Besucherzahl wird.
Zum kleinen Frühstück treffen sich die Webmaster und Moderatoren Milgo, Tim Andersson, Sweil und Zízou. Beim Kaffee besprechen wir die ersten Termine, die dieses Jahr nicht ganz so stressig wie im letzten Jahr stattfinden. Das liegt sicher nicht daran, dass die Crew vom World of Players sich um andere Dinge, wie Spiele antesten oder Streifzüge durch die heiligen Spielehallen kümmern wollen, sondern eher daran, dass die Gamescom dieses Jahr nicht viele Spiele zum Thema RPG darbietet. Liegt daher auch die Besucherzahlen niedriger als im letzten Jahr? Das bleibt aber unserer Philosophie überlassen.
Gestärkt machen wir uns auf dem Weg in die Business Area, mit einem kleinen Rundgang durch die Entertainment Areas, die uns bis dorthin auf dem Weg liegen. Wie in jedem Jahr, ragen beeindruckend die teilweise liebevoll hergerichteten Stände hoch in die Hallen. Ein Zwischenstopp bei Star Wars. Dort werden gerade Darth Vader und seine Crew, sowie R2D2 von einem RTL Moderator interviewt und beim Spielen gefilmt.


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Mittlerweile kommt der 1. Termin mit CD Projekt RED näher und wir gehen weiter in die Business Area. Der Blick von oben zeigt wieder das nicht gerade erschwingliche Restaurant „Hase“, die Besucherbefragung der Presse- und Fachbesucher, den Informationstresen, die Masseure, sowie eine neu eingerichtete Fläche mit Laptops, wo die Besucher der Area ins Internet gehen können. Hinter dem Restaurant stelle ich dieses Jahr wieder fest, dass wieder keine Sitzgelegenheiten für die Besucher zur Verfügung gestellt wurden, gibt wieder einen Punkteabzug. Am Ende des Boulevards ist die Cafeteria, mit frischen Säften und frischem Kaffee. Links und rechts erstrecken sich die Hallen 4 und 5 auf 4 Ebenen. Dieses Jahr wurde abgehend von Halle 5 die Außenterrasse etwas erweitert, da sie schon im letzten Jahr sehr überfüllt war. Wieder wurde ein Drittel ganz im Design eines kleinen Beachclubs hergerichtet. Sand wurde aufgeschüttet, Strandmuscheln sowie gemütliche Strandsitzmöbel im geflochtenen Design mit Polsterung. Leider wurden hier keine Sonnenschirme aufgestellt, so dass es in der Mittagshitze nicht auszuhalten ist, da der Außenbereich sich durch das geteerte Dach um den Sand herum, extrem aufheizt. Ein Stand mit Getränken und Mittagessen sowie zahlreiche Bänke und Tische, die sich unter Pavillons erstrecken, damit die Besucher nicht im Stehen essen müssen und es schattig genießen können.
Sweil, Milgo und meine Wenigkeit, begeben uns in Halle 4.1. Bei CD Projekt RED angekommen, stelle ich fest, dass ich in diesem Jahr keine schöne grün gehaltene Lounge vorfinde. CDPR hat sich in diesem Jahr etwas kleiner gehalten, aber mit einer hübschen The Witcher 2 Außenverkleidung ist das Ziel leicht ausfindig zu machen. Dort werden wir sehr warmherzig von PR Specialist/Marketing Managerin Agnieszka Szóstak empfangen. Schon im letzten Jahr traf ich sie bei der Anmeldung in der CD Projekt RED Lounge. Zu der Lounge komme ich in einem weiteren Artikel, wo ich näher auf die Crew eingehe und detaillierter über den Stand berichte.

Viel Zeit bleibt uns nicht mehr, da uns gleich Perfect World zur Präsentation von Neverwinter Online erwartet. Doch eine kleine Pause auf der Sonnenterrasse bleibt uns noch zur kleinen Erholung. Der Stand von Perfect World ist großzügig gestaltet und es glänzen uns schon kleine Inhalte aus Neverwinter in Form von belichteten Artworks entgegen. Hier werden wir von Riccardo Comazzi sehr freundlich empfangen, der uns aber auch gleich weiter schleust zu der gleich statt findenden Neverwinter Präsentation. Hier gehe ich auch nicht näher darauf ein, da ich für Neverwinter ebenfalls einen detaillierten Artikel bereitstellen werde.
Nach den beeindruckenden Präsentationen trennen sich die Wege der Journalisten. Milgo und ich begeben uns auf die Suche nach Deck 13, wurde doch kurz vor der Gamescom von Tomek Gop das neue Spiel “Lords oft the Fallen“ bekanntgegeben. Da wir ja schon mal hier sind, wollen wir auch wissen, ob wir näheres dazu in Erfahrung bringen können. Leider beginnt gerade ein kleines Martyrium, des wild umher Irrens. Bewaffnet mit dem Stadtplan der Gamescom, begeben wir uns in Halle 4.2 J-065e wo sich Deck 13 befinden soll. Doch die vielen kleinen Aussteller von J-065a bis e sind zunächst unauffindbar. An dessen Stelle befindet sich ein großer Stand vom Rheinmain Entertainment. So streifen wir von J bis M, von dort wieder zu I und wieder den Gang runter. Bis wir tadellos feststellen, dass sich in diesem Rheinmain Entertainment Stand viele der kleineren Stände befinden. Somit gehen wir dann zu der Empfangsdame um uns über das neue Projekt von Deck 13 zu informieren. Weit kommen wir nicht, denn es gibt nichts an Präsentationen oder ähnlichem was Deck 13 von dem neuen Spiel “Lords oft the Fallen“ zur Verfügung steht.

Enttäuscht ziehen wir weiter in Richtung Pressezentrum, um uns zu stärken und ein wenig im Forum erledigen. Da es doch schon etwas später war, bekommen wir dort leider kein Mittagessen mehr, dafür aber ein Paar Wiener mit Brötchen, wo wir uns noch um den kuriosen Preis von 3,20 Euro staunend ansehen. An der Kasse sieht es dann mit 1,50 Euro ganz anders aus, natürlich machen wir die Dame an der Kasse auf den stolzen Preis von 3,20 Euro aufmerksam, sie teilte uns aber mit, was auf der Kasse steht muss auch bezahlt werden. Naja, bevor sich gleich noch der Preis vervielfacht, nehmen wir dankend unseren Snack entgegen.
Danach statte ich dem Außenbereich vom Pressezentrum, dem Eingang Nord eine kleine Besichtigung ab. Dort beobachte ich, wie in der sengenden Sonnenhitze ein Pförtner in seinem eisernen Häuschen vor sich hin schmort. Schien eine Kurzschlussreaktion oder eine Idee in letzter Minute zu sein, ein metallisches Häuschen in die Gluthitze zu stellen. Der Mann stand schon hinter dem Häuschen, was einen kleinen schattigen streifen spendete. Kurze Zeit später erscheinen dann auch die Gamescom Veranstalter, so lausche ich, dass sich meine Intuition bestätigt. Das Pförtnerhäuschen entsprang einer „in letzter Minute Idee“. Ich bekomme mit, dass sich schnellsten darum gekümmert werden muss, dass der Pförtner einen Sonnenschirm benötigt. Na gut denke ich mir, mal sehen wie schnell sie dies in die Tat umsetzen.
Schon ereilt uns die Nachricht, dass ein weiteres Crew Mitglied eingetroffen ist. Somit packen wir unser Lager zusammen um uns in der Business Area mit unserem Grafiker Arthus of Kap Dun zum Currywurst essen trafen. Riesige Menschenmassen und eine satte Schlange erwarten uns in der Halle 5.1. Da wir gerade einen kleinen Imbiss hatten, winken wir dankend auf die hiesige Wartezeit in der Menschenmenge ab. Da wir aber noch Getränke erblickten und die Schlange nun um ein Deutliches kleiner ist, organisiere ich uns erstmal ein Wasser. Die Zeit rennt weiter an uns vorbei, es fehlt noch Jemand auf dem Arthus of Kap Dun wartet. Kurze Zeit später trifft ein ehemaliger Story Writer von Piranha Bytes bei uns ein.
Weiter gehe ich hier nicht auf Details ein, da wir uns eher Privat auf die Sonnenterrasse, genannt „Biergarten“ vor Halle 5.2, zurückziehen.
Als uns die Lautsprecher Nachricht in den Ohren erklingen ließ, wie spät es ist und die Gamescom gleich geschlossen wird, planen wir den Abend den wir zusammen mit Tim Andersson, Arthus of Kap Dun mit seiner Frau, der ehemalige PB und meine Wenigkeit auf der Party von Deep Silver/ Kochmedia verbringen wollen. Natürlich dient die Party nicht nur zum Belustigen, um den Abend außerhalb der Gamescom rum zu bekommen, die Party ist der Treffpunkt von Managern, Entwicklern und viele andere Berufskategorien, die hier zusätzlich Kontakte knüpfen.
Kleiner Zwischenstopp im Hotel, zum umziehen und frisch machen, bis wir uns auf die Party von Deep Silver / Kochmedia begeben.
Draußen erwartete uns schon eine Traube von Menschen die alle darauf warten, auf einem roten Teppich zur Party herein zu spazieren. Die Party ist sehr schön ausgerichtet, es gibt ein reichhaltiges Buffet von A-Z und Getränke, alles was das Herz begehrt.
Was nur zur extremen Anstrengung wird, ist die drückende Wärme. Unter den Sonnenschirmen, staut sich die Hitze und es wird erdrückend schwül. Durch die Termine am nächsten Morgen, verlassen wir die Party schon frühzeitig.

Der zweite Tag auf der Gamescom wird sich nicht mehr so entspannt verhalten, da es der erste Tag für die öffentlichen Besucher wird. Schon der Gang zum Eingang der Gamescom sieht nicht so überfüllt aus wie im vorherigen Jahr 2011, man kann schon deutlich sehen, dass die Gamescom Veranstalter vom Menschenandrang des vergangenen Jahres reagiert haben. Wieder am Südeingang der Gamescom eintreffe, stehen schon die Besucher in wartender Laufhaltung an den Drehkreuzen bereit zum Einlass, um als Erster das bevorzugten Spiel testen zu können. Da ich viel zu spät dran bin, geht mein Weg geschwind zur Business Area, zu CD Projekt RED, wo wir noch eine Dinge zu erledigen haben. Ein weiteres Mitglied unserer Witcher Crew wartet darauf auch die Crew von CD Projekt RED kennen zu lernen. Nach unserem Interview mit Marek Ziemack (CDPR) sammele ich Diego in Halle 8 beim Pressezentrum ein um ihm die internen Hallen zu zeigen.
Viel zu sehen gibt es für Diegos ersten Besuch auf der Gamescom. Nach unserem Besuch bei CD Projekt RED, stößt Milgo zu uns. Wir gehen erstmal zum “Biergarten“ nach draußen um uns ein wenig abzusprechen, was wir am heutigen Tage noch erledigen müssen.

Mir fehlen noch Bilder von den öffentlichen Hallen, somit muss noch am heutigen Tag ein Rundgang erfolgen, da ich befürchte, dass der morgige Tag schon wieder überfüllter aussehen könnte. Fest steht, dass ich noch Deadalic Entertainment einen Besuch abstatten werde, was es genau auf sich hat, dass der deutsche Publisher für CD Projekt RED agiert. Bei Deadalic Entertainment angekommen, treffe ich auf Sandra Friedrichs, mit ihr habe ich schon die ganze Zeit E-Mail Kontakt gehalten. Nett und freundlich werde ich von ihr empfangen. Viel bekomme ich hier nicht in Erfahrung. Fest steht, dass Daedalic von CD Projekt RED beauftragt wurde, das Marketing auf der Gamescom zu unterstützen. Fragen zur künftigen Zusammenarbeit als Publisher werden mir mit einem verneinten lächeln abgedankt. Nun gut, schade wir hätten gerne gehört, dass der deutsche Publisher mit CDPR künftig eng zusammen arbeitet.
Schon wieder ist eine Menge Zeit vergangen, mein Weg führt mich nun in das Pressezentrum, wo ich gleich über die neuen Informationen von Deadalic unsere Homepage mit News versorge. Doch vorerst mache ich beim Nordeingang einen kleinen Abstecher und schaue, was der arme Pförtner in der Gluten Hitze treibt. Mit Erstaunen stellte ich fest, dass dort schnell reagiert wurde, der Pförtner bekam einen riesen Sonnenschirm über sein Häuschen gespannt. Sehr schön, wieder eine positive Nachricht
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Mit meinem Laptop bewaffnet versuche ich die ganzen eingesammelten Press Kits bei uns auf den Server zu verschieben, da viele auf die neuen Inhalte warten. Leider macht uns das Internet des Pressezentrums ein Strich durch die Rechnung. Das erste Mal in meinen 3 Jahren hat das Pressezentrum keinen Internetzugang. Wild laufen die Administratoren die Kabel entlang, in der Hoffnung, dass wer ein Kabel versehentlich heraus gezogen hat. Mit mehreren Mann krabbeln sie unter die Tische, laufen an der Fensterfront entlang, ziehen hier und dort einen Stecker, stets bewaffnet mit einem Laptop. Mittlerweile werden auch die vielen Journalisten unruhig, da sie ihre Server nicht mehr speisen können. Viele hören sich nochmal ihre Tonaufnahmen und Videointerviews an und schreiben aus lauter Verzweiflung ihre Artikel auf dem PC in Dokumenten. Nach gut 1,5 Stunden haben sie alles wieder im Griff, leider ist meine Zeit nun um, denn die Präsentation von Demonicon wartet auf uns.
Da die Zeit doch schon arg knapp ist durch das Internetdilemma, bahne ich mir durch die Menschenmenge meinen Weg zum Ziel. Wieder in der Business Area angekommen, warten auch schon Sweil und unser neu gewonnener Fotograf auf mich. Auch diese Präsentation verheißt Gutes für meinen persönlichen Spielgenuss in naher Zukunft. Endlich mal wieder was Neues, was ganz nach meinem Geschmack ist. Dazu gehen wir auch in einem extra Artikel näher drauf ein.

Mittlerweile ist es schon später Nachmittag, Zeit für ein Treffen der vielen verstreuten Fotografen und Journalisten. Der Abend muss ebenfalls wie die tägliche Gamescom geplant werden. Dies ist der einzige Abend wo wir gemeinsam noch essen gehen können. Wir entscheiden uns, alles in meinem Hotel zu lagern, da dieses doch am nächsten vom Kölner Hauptbahnhof gelegen ist. Wie auch im letzten Jahr statten wir dem Kölner Heumarkt einen Besuch ab, wo Reih um die Restaurants dicht an dicht aneinander gereiht sind. Schnell werden wir fündig und ein durchaus freundlicher Kellner begrüßt uns an unserem Wunschtisch. Wir lassen den Abend gemütlich ausklingen und besprechen unsere vielen Erlebnisse der letzten 2 Tage.
Wieder eine Anmerkung für mich, immer noch keine Fotos, morgen wird es Zeit die Gamescom auf Bildern fest zu halten.

Neuer Tag, neues Glück, der diesjährige dritte und letzte Tag für mich, da auch ich mich dazu entschlossen habe, den überfüllten Samstag nicht auf der Gamescom zu verbringen, sondern auch mal etwas von der Umgebung der Messe kennen zu lernen. Somit ist auch der heutige Tag für mich etwas gefüllt, da ich meine Fotos für die Zeitung noch knipsen muss. Zuerst gibt es ein Treffen mit Arthus of kap Dun im Pressezentrum, wo ich noch Kleinigkeiten erledige für World of Players. Danach begeben wir uns zwischen die Halle 8 und Halle 7. Ein Erfrischungsgetränk und eine kleine Plauderei mit einer Clique von Jungs, die sich schon leicht einen über den Durst gekippt haben. Ich fragte sie, was sie hier her zu Gamescom treibt. Die meisten äußern sich, um hier Spaß zu haben und auch ein wenig EA´s Fußballspiele zu testen. Sie nutzen die Gamescom um sich zu treffen, ein Bierchen zu trinken und die vielen Menschen zu beobachten. Das ist natürlich auch eine Möglichkeit die Gamescom zu genießen. Mein Weg treibt mich weiter durch Halle 7, wo ich schon deutlich erkennen kann, dass mehr Besucher als gestern vorzufinden sind. Der Boden ist wieder übersät von Flugzetteln und Broschüren. Dieses Jahr verhalten sich die Besucher aber noch ein wenig extremer, denn ich finde Essensreste, leere Getränke und Essenpackungen auf dem Boden. Sogleich ärgere ich mich, dass ich mir keine Turnschuhe angezogen habe, sondern mit offenen Schuhen durch den Berg von unangenehmen Überbleibseln klettern muss. Bewaffnet mit meiner Kamera nehme ich den Kampf auf, möglichst ohne Menschen, Bilder von den einzelnen Ständen der Publisher und Entwickler zu schießen.
Meine erste Station ist Ubisoft, der Stand ist im Gegensatz zu den vergangen Jahren nur leicht gefüllt, wobei es bei PlayStation gleich anders aussieht, hier wird schon in leicht gefüllten Schlangen an den Spielstationen gewartet und beobachtet, wie andere spielen. Kurz bleibe ich bei der Bühnenvorstellung von Heroes Online stehen. Ein Ubisoft Mitarbeiter fragt doch sogleich, ob ich nicht mit auf die Bühne möchte um bessere Fotos zu knipsen und ein kleines Statement vom Entwickler zu bekommen. Meine Zeit ist leider etwas kurz angebunden und winke dankend ab. Als ich dann um den Stand von Ubi herum gehe, sehe ich doch eine Menschentraube, was Ubi dem Spiel Zombie U verdankt. Zombies sieht man zwischen den Menschenmassen. Im Stillen hoffe ich, dass ich doch noch ein paar Zombies im etwas leereren Bereich auffinde, um sie für die Zeitung festzuhalten. Bei Thrustmaster stehen Jung bis Alt, um mit Lenkrad, Gaspedal und im gemütlichen Autositz, Autorennspiele zu zocken. Wieder komme ich ins Staunen, als ich beim STEAM Stand ankomme. Der Stand ist gnadenlos überfüllt. Überall tummeln und schlängeln sich die Besucher durch den Stand, um die von STEAM gebundenen Spiele zu testen. Noch schnell ein Schnappschuss bei Tom Clancy´s Ghost Recon und weiter am Capcom Stand vorbei, wo Resident Evil, Devil May Cry und Lost Planet 3 auf ihre Besucher warten. Weiter treibt mich mein Streifzug über den Außenbereich zu Halle 6.


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Halle 6 steht ganz im Zeichen der Elite unter den Spieleentwicklern. EA Entertainment, sowie Activison und Blizzard, haben hier ihre, wieder hervorragend ausstaffierten Stände hoch in die Halle gebaut. Blizzard hat alles, was das Gamer-Herz begehrte aufgestellt, als da sind Starcraft, World of Warcraft sowie Diablo III und Call of Duty. Der Stand ist wirklich wieder Klasse gestaltet. Auf der einen Seite leuchten blaue
Neonröhren und auf der Gegenüberliegenden Seite findet man unter der Deckenstandwerbung viele rote chinesische Lampions. Man sieht hier gleich wieder die Liebe zum Detail um die Besucher zu fesseln. EA glänzt mit seinem Star Wars Stand, wo auch wieder R2D2 und andere bekannte Figuren herumlaufen, um sich mit den Besuchern fotografieren zu lassen. Medal of Honor thront mittig vom EA Stand. Dazwischen finde ich einen großen Stand der Gamescom, wo sich die Gamescom Fans ihre
T-Shirts kaufen können, an einer Verlosung teilnehmen können und wer Lust darauf hat sich in einem Ami Schlitten fotografieren zu lassen, legt hier einen kleinen Stopp ein. Meine Augen gucken nach links und rechts um auch verkleidete zu sichten. Da bleiben meine Augen auf einem Glaskasten stehen, wo eine Frau rhythmische Bewegungen zur Musik macht. Beim näher treten stelle ich fest, dass hier ein Sport-Spiel-Programm gezeigt wird und die Frau gar nicht tanzt, sondern sich vom Spiel Aerobic zeigen lässt. Sport der Zukunft, genannt “My Body Coach“, was es nicht alles in der Gamer-Welt gibt. Auf dem Weg zum Boulevard komme ich an Trion Worlds vorbei, wo ich noch schnell vom Defiance Monster ein Bild knipse. Natürlich darf ich auch beim Kalypso Stand Demonicon nicht vergessen.


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Nun lasse ich auch Halle 6 hinter mir und durchquere den Innenraum-Boulevard, auf dem Weg zu Halle 9. Super, hier finde ich auch ein Paar Zombies mit erschreckenden offenen Wunden und zerfetzter Haut, wo ich es mir nicht nehmen lasse, sie direkt anzuhalten. Ich frage freundlich, ob ich sie fotografieren darf, worauf die beiden sich zur Pose stellen. Nachdem sie feststellen, dass ich großen Gefallen an ihren Wunden gefunden habe, fragen sie mich, ob ich mich von ihnen in einen Zombie verwandeln lassen wolle. Ich lache und erkläre, dass andere sicherlich Angst bekommen, wenn ich als Zombiejournalistin durch die Hallen wandele. Im Nachhinein wäre es sicherlich ein schicker Gag gewesen. Kaum drehe ich mich um treffe ich auf 3 wirklich außergewöhnliche und schmucke Barock gekleidete Damen. Natürlich müssen auch diese für das Witchers News – Gamescom Album festgehalten werden.


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Nun aber auf, auf zu Halle 9.
Gleich zu Beginn haben Warner Brothers und Take 2 Interaktive Ihre Stände. Warner Brothers präsentiert Herr der Ringe Lego, aber halt stopp mal, da stehen eigentlich eher die älteren Besucher, denke ich mir doch eigentlich, dass es für die kleinere Gamer-Generation entwickelt wurde. Da sieht man wieder, wo das HdR Herz hinführt. Worms 2 blickt dazwischen hervor. Habe ich mich doch am Mittwoch mit Milgo hier her gestellt um HdR Lego zu spielen, bis wir feststellten, dass es sich um Worms 2 handelt. Ich, die wirklich absolut keine Konsolenspielerin ist, machte mich eifrig daran die vielen Knöpfe zu drücken um zu sehen was passiert. Milgo kannte das Spiel, trotzdem dauert es bis wir feststellten, wer welcher Spieler ist. Ja, das war allerdings sehr amüsant, schnell stellte ich fest, dass Spiel lag mir nicht, oder lag es doch nur an der Konsole? Unwichtig, Milgo meinte ich muss es mal testen, also wurde es auf meinem Einkaufszettel festgehalten, bei der nächsten Spielebestellung, Worms 2 bestellen. Erinnerung gleich wieder verdränge.


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Kurz noch ein Blick auf Borderland 2, die einen Doppeldeckerbus in Borderland 2 gekleidet haben. Ob der Bus auch für die Besucher zu betreten ist, kann ich zu diesem Zeitpunkt nicht erkennen, wage es aber zu bezweifeln, dass die wütende Meute auf das Innerliche des Busses losgelassen wird. Dann geht’s tiefer in die Halle hinein. Vor mir taucht Bethesda auf, was nicht zu übersehen ist, da viele mit den Masken von Dishonored an mir vorbei laufen. Doom 3 und Dishonored stehen dieses Jahr bei Bethesda auf dem Programm. Links taucht Caseking.de auf, wo kreischende Gamer die Arme in der Luft haben, um eins der Gamer Zubehörteile zu ergattern was gerade bei einer Bühnenshow in die Menge geworfen wird. Weiter geht es an Razer dem Gamer - Zubehör vorbei, plötzlich eine hiesige Menschenmasse und ein BMX-Bike springt auf einmal über die Menge. Das muss erst mal von nahem betrachtet werden. Razer hat eine große Bikerbahn aufgestellt wo BMX – Biker ihre Kunststücke zeigen. Währenddessen wird vom Razer – Team ebenfalls Gamer Zubehör in die Massen geworfen. Was für ein Spektakel, die Besucher sind begeistert.


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Auf mich wartet die nächste und letzte Halle 10.
Dieses Jahr muss ich auch ein großes Lob an die Veranstalter und Messeinhaber los werden. Es gab die vergangenen Jahre ein schreckliches Nadelöhr kurz vor der Business Area auf dem Boulevard Richtung Eingang Süd. Sie haben auf die Rolltreppen verzichtet, die nach unten und wieder nach oben führten, wo eh niemand diesen Umweg einschlug. Es quetschten sich also tausende von Besuchern in einen etwa 2,5 – 3m breiten Weg durch. Doch in diesem Jahr wurde links rechts Verkehr eingerichtet und anstatt der Rolltreppen wurde dort eine Brücke gebaut. Wirklich hervorragend gelöst dieses kritische Problem. Von der Brücke kommen die Leute vom Eingang Süd um zu den Treppen und Rolltreppen die dann zu den unteren Hallen 9, 8, 7 und 6 führen. Rechts am Nadelöhr laufen die Leute Richtung Südeingang. Es ist wirklich viel entspannter zur Business Area zu kommen.
Mein Ziel ist nun Halle 10. Diese Halle ist auch in 2 Ebenen abgeteilt. Oben gibt es den Gamescom Meetingpoint, wo sich alle verloren gegangenen wieder treffen, die ausgerufen werden. Ein Duft verschiedener Gerichte liegt in der Luft. Es gibt viele Futterstände und ordentlich Bänke und Tische zum ausruhen der vielen abgehetzten Besucher. Einen Pizza Stand, ein amerikanisches Diner und einen Getränkestützpunkt, sowie den Snack Point ein kleines Restaurant. Auch ich pausiere hier kurz, nehme einen Imbiss zu mir und trinke eine Kleinigkeit. Für das leibliche Wohl der Gäste ist also ausgiebig gesorgt.


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Als ich meinen Streifzug wieder aufnehme, fährt plötzlich ein Kart-Auto hinter Gittern an mir vorbei. Meine Augen werden groß und das muss auch erst mal näher betrachtet werden. Ja eine kleine liebevoll gestaltete Kartbahn wurde hier hin gebaut, auch eine Fahrradbahn sowie zwei große Fußballplätze. Hier können sich dann die Besucher die gerade erst konsumierten Kalorien gleich wieder abtrainieren. Schöne Idee denke ich mir und begebe mich in die untere Ebene.


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Dort haben sich viele kleine Stände verborgen, es ist alles vertreten von Amt für Jugend, Bundeswehr, Handwerkerinnen Köln über Schulen, Medion AG, Travian Games, Computerbild auch CD Projekt RED ist hier vertreten und natürlich dürfen wir das wichtigste vom wichtigsten nicht vergessen die Casemodder. Es ist dieses Jahr wieder Wahnsinn, was hier manch einer zusammengebastelt hat, natürlich mit der Liebe zum kleinsten Detail. So finde ich ein Gehäuse das wie Wall E aussieht, einen großen, viereckigen Kasten oben drauf eine Stadt, wo mittig Rauch raus kommt, ein Puppenspielhaus für Mädels und ein riesiges Skelett, wo im Brustkorb die Hardware eingebaut wurde, wir machen eine Anzahl von Bilder, wo genau drauf zu erkennen ist, was ich hier vorfinde. Leider sind sie in Plastik gehüllt um die Gehäuse vor grabschenden Händen zu schützen. Natürlich fotografiere ich auch die kleinen Werkstätten, wo die Phantasie-Helden alles ins Reale gebaut haben.


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Nun ist auch der dritte und für mich letzte Tag der Gamescom zu Ende. Nun wartet ein treffen auf der Piazza, einer Außenterrasse zwischen den Hallen und dem Eingang Süd. Dort gibt es erst mal ein erfrischendes Alsterwasser und die Planung für den späteren Abend, den wir wieder im Restaurant verbringen wollen, was uns gut in Erinnerung blieb vom gestrigen Abend.
Von meiner Besichtigung von Köln werde ich nichts berichten. Sonntag checke ich in Ruhe aus, gehe etwas essen bevor ich dann zum Flughafen fahre. Es herrscht eine sengende Hitze. Als ich mich mit Getränken und einer Wunschtüte Haribo versorgt habe und auch mein Gepäck schon mal abgegeben habe, gehe ich nach draußen. Für einen kurzen Moment denke ich mir noch, ob ich nun am Suvarnabhumi Airport in Bangkok stehe, oder doch am Köln/Bonn Flughafen. Die Hitze ist kaum zu ertragen, die Luft stickig und schwer ohne Spur von Sauerstoff. Doch trotzdem muss ich noch eine Zigarette vorm Flug qualmen und setze mich auf die Halterung von den Gepäckwagen.
Währenddessen schreibe ich noch ein Paar Mails und SMS, HSV wieder verloren auch nichts Neues. Als ich mich zum einchecken begebe, kommen wieder ohne Ende Banderolen und elektrische Plakatwände auf mich zu. „Hmmmm“ denk ich mir noch, „nun reicht es aber auch wieder für ein Jahr“ und grinse innerlich.
Nach der ganzen Hektik, die viele Lauferei, die Füße bestückt mit Blasen, der Kopf voll mit vielen und aber vielen Informationen, geht eine harte Woche Arbeit zu Ende. Wieder stelle ich in diesem Jahr fest, der Tag hat nur 24 Stunden, hier und dort hätte ich mir ein Paar mehr gewünscht. Nun ist wieder eine harte Woche in Windeseile an mir vorbei gezogen. Viele Kontakte konnte ich knüpfen, durfte viele neue wundervolle und tolle Menschen kennenlernen. Ein Jahr dauert es wieder, bis sich wieder die Heiligen Hallen der Gamescom für die Welt der Gamer öffnet, auch ich werde wieder dabei sein und mir alles aus der Nähe betrachten. Nun hat mich das Schreiben der Artikel wieder und der Arbeitsalltag. Mein Name ist Julia Molkenbuhr alias Zízou von World of Players (the-witcher.de/witchers-news.de), ich hoffe ich konnte euch mit meinem Artikel erfreuen und einen kleinen Einblick in die Welt der Gamescom öffentlich, wie nichtöffentlich öffnen.


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